Intervention greift direkt in das Geschehen ein, um ein unerwünschtes Phänomen zu beseitigen oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Im Mittelpunkt stehen Handlungsprobleme. In diesem Zusammenhang gibt es sogenannte Zieldimensionen, die der Unterscheidung von Interventionsmaßnahmen dienen: Es geht um die Aktivierung von personalen oder sozialen Ressourcen.
Bei der Intervention in Erziehungsprozessen (pädagogische Einflussnahme auf die Entwicklung und das Verhalten Heranwachsender) stellen sich die Fragen, wie zu intervenieren ist und ob Intervention grundsätzlich angebracht und sinnvoll ist.
Dabei ist die Selbstregulierung des Kindes/Jugendlichen vorrangig und pädagogisch sinnvoller. Zum einen, weil Intervention als relativ unsensibel gilt (Intervention ist oft gegen die Einsichten des Betroffenen gerichtet) und die Alternative der Selbstregulierung das Selbstvertrauen stärkt. Intervention ist daher nur angebracht um einen wahrscheinlichen Schaden des Kindes/Jugendlichen abzuwenden bzw. zu beseitigen.

 

Interaktion bezeichnet das wechselseitige aufeinander Einwirken von Akteuren. Die Bedeutung der Interaktion für die Pädagogik liegt vor allem in der sozialisierenden Funktion. Indem der Mensch in sozialen Situationen handelt, entwickelt er sich zum Mitglied einer sozialen Gruppe und erlangt wichtige individuelle Fähigkeiten, was wiederum Konsequenzen für seine Stellung im sozialen Gefüge hat.

 

Therapie oder Behandlung bezeichnet alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Behinderungen, Krankheiten und Verletzungen positiv zu beeinflussen. Voraussetzung für eine Therapie ist die, durch einen Arzt erstellte Diagnose. Ziel einer Therapie ist es, eine Heilung zu ermöglichen oder zu beschleunigen, Symptome zu lindern oder zu beseitigen und körperliche oder psychische Funktionen wiederherzustellen. Therapie beruht auf einer direkten oder indirekten Einwirkung des Therapeuten auf den Patienten.
Wenn eine Therapie angemessen zur Behandlung eines Krankheitsbilds ist, spricht man von einer Indikation.
Wenn es um die vorsorgliche Behandlung einer noch nicht ausgebrochenen, aber wahrscheinlich zukünftig auftretenden Erkrankung geht, wird von Prävention, bzw. einer präventiven Therapie gesprochen.

 

 

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